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Christinas Keynote Talks sind inspirierend und bewegend. Sie regen zum Nachdenken und Umdenken an. Wissenschaftliche Fundierung ist Christina dabei ein besonders hohes Anliegen. Dennoch müssen Wissenschaftstalks aus ihrer Sicht keinesfalls trocken und langweilig sein. Christinas Vorträge sind kurzweilig, anschaulich, praxisnah und vor allem eins: lebendig. Zu folgenden Topics hält Christina unter anderem Talks. Da aktuelle Forschung ihre Leidenschaft ist, kommen aber immer wieder neue Themen der Persönlichkeits- und Sozialpsychologie dazu.

Embodiment

Das Zusammenspiel von Gedanken, Gefühlen & Bewegung

Embodiment Resilienz Tanzpädagogik in der Sozialen Arbeit Christina Breuer

Wir leben in einer Zeit, die von rasanten technischen Entwicklungen und einer zunehmenden Digitalisierung geprägt ist. Um die Vielzahl an Informationen verantwortungsvoll verarbeiten sowie kognitive Aufgaben in Schule und Beruf bewältigen zu können, bedarf es einer emotionalen und körperlichen Gesundheit. Immer mehr Menschen berichten von Konzentrationsschwierigkeiten, Schlaflosigkeit und Rückenschmerzen als Folge eines stressigen Alltags. Auch Eltern beobachten zunehmend Stresssymptome bei ihren Kindern (Zimmer, 2018). Wenngleich vielen Menschen heute wissen, dass Körper, Emotionen und Gedanken eine Einheit bilden, machen sich wenige in ihrem Alltag klar, wie stark sie tatsächlich aufeinander einwirken. Bei körperlichen Schmerzen und Leiden suchen viele Menschen noch immer ausschließlich nach einer medizinischen Ursache. Dass aber Gefühle diese körperlichen Symptome auslösen können, scheint für viele Menschen fremd. Aktuelle wissenschaftliche Studien legen beeindruckend dar, dass Körperwahrnehmung und Körperarbeit einen positiven Einfluss auf unser Wohlbefinden haben können (Storch et al., 2017).

"Das Embodiment-Konzept liefert einen wertvollen und ganzheitlichen Ansatzpunkt für resilienzförderliche Maßnahmen im Alltag. Nur durch den Einbezug von Körper und Bewegung können Veränderungsabsichten und Wünsche nach einem gesünderen Lebensstil erfolgreich umgesetzt werden.“

Prof. Dr. Christina Breuer

Das Zusammenspiel von Gedanken (Kognition), Gefühlen (Emotion) und Bewegung (Motorik) wird unter dem Embodiment-Begriff zusammengefasst. Das Besondere am Embodiment-Ansatz ist, dass er eine kausale Wechselwirkung (zirkuläre Kausalität) zwischen Körper, Kognition und Emotion annimmt (Meier & Storch, 2010; Storch et al., 2017). Dies bedeutet, dass wir durch Bewegungen und Körperaktivität unsere Gedanken und Gefühle aktiv beeinflussen können. Wir können umgekehrt aber auch durch Gedanken unsere motorischen Bewegungen sowie unsere Emotionen steuern. Emotionen wiederum haben einen Einfluss auf körperliche Reaktionen und unser Denken. Nicht zuletzt spiegeln sich unsere Gedanken und Gefühle auch in unserem Körperausdruck wider. Neurologisch wird diese Einheit durch neuronale Netzwerke erklärt (Meier & Storch, 2010). Das Embodiment-Konzept liefert einen wertvollen und ganzheitlichen Ansatzpunkt für resilienzförderliche Maßnahmen im Alltag.

Tanzklasse

Empfohlene Literatur: Breuer, C. (2019) Resilienzförderung durch Bewegung & Freien Tanz - Wie Jugendsozialarbeit & Schule gemeinsam bewegen können. In Gesundheit und Bildungsgerechtigkeit. Impulse zur Resilienzförderung am Lern- & Lebensort Schule. Deutsches Rotes Kreuz e.V., Berlin. Carney, D. R., Cuddy, A. J. & Yap, A. J. (2010). Power posing: Brief nonverbal displays affect neuroendocrine levels and risk tolerance. Psychological Science, 21(10), 1363–1368. Förster, J. (2003). The influence of approach and avoidance motor actions on food intake. European Journal of Social Psychology, 33(3), 339–350. Storch, M., Cantieni, B., Hüther, G. & Tschacher, W. (2017). Embodiment. Die Wechselwirkung von Körper und Psyche verstehen und nutzen. Bern: Huber.

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